Faire, existenzichernde Bezahlung für Frauen und Männer
Existenzsichernde Erwerbsarbeit

Geschlechtergerechtigkeit in Ausbildung, Beruf und Karriere
Erwerbsarbeit von Frauen ist ein zentrales frauenpolitisches Thema und gleichzeitig ein sehr wichtiger Schlüssel, um die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Darmstadt und anderswo zu verwirklichen. Die unzureichende Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern wird hier sehr deutlich:
- Frauen verdienen im Durchschnitt 16 % weniger als Männer.
- Frauen arbeiten oft in Bereichen, die schlechter bezahlt sind.
- Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit und seltener in Führungspositionen.
- Frauen leisten mehr als doppelt so viel unbezahlte Sorgearbeit
(Stand 2024)
Diese führt dazu, dass Frauen überdurchschnittlich oft von Altersarmut betroffen sind. Ziel des Frauenbüros ist deshalb, dass Frauen und Männer gleichermaßen einer sozial abgesicherten und ihre Existenz sichernden Erwerbsarbeit nachgehen können. Dies setzt voraus, dass Sorgearbeit in der Familie geschlechtergerecht aufgeteilt wird. Durch unterschiedliche Maßnahmen sensibilisieren und fördern wir die Erweiterung der Erwerbsmöglichkeiten von Frauen, insbesondere die Steigerung ihres Anteils in zukunftsorientierten Berufen sowie in Fach- und Führungspositionen. Ebenso unterstützen wir Rückkehrmöglichkeiten nach einer Phase der Erwerbsunterbrechung.
Handlungsfelder
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Bessere Rahmenbedingungen für Berufstätigkeit mit Familie
Frauen in Führungspositionen
Steigerung des Frauenanteils in leitenden Positionen durch Schulungen sowie Stärkung von Frauen-Netzwerken
Förderung von thematischen Netzwerken
Förderung von Netzwerken zum Thema Frauen-Erwerbsarbeit, Arbeitsmarkt und Existenzsicherung

Unsere thematischen Netzwerke
Das Frauenbüro ist in verschiedenen Netzwerken zum Thema Frauen-Erwerbsarbeit Mitglied, fördert und unterstützt deren Arbeit.
Südhessisches Bündnis „Gemeinsam gegen Altersarmut von Frauen“
Das südhessische Bündnis „Gemeinsam gegen Altersarmut von Frauen“ ist ein Zusammenschluss von Aktiven aus Gewerkschaften, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Institutionen und Vereinen sowie Einzelpersonen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, sich gemeinsam gegen die Verarmung von Frauen im Alter auszusprechen. Das Bündnis benennt strukturelle Ursachen von Armut von Frauen, insbesondere mit Blick auf ihre Einkommens- und Rentensituation und setzt sich für Alternativen für ein würdiges Auskommen von Frauen im Alter ein.
Download Flyer Bündnis „Gemeinsam gegen Altersarmut von Frauen“
AG Existenzsicherung
Bisher haben hervorragende Qualifikation und gestiegene Erwerbsquoten von Frauen weder zu einer Umverteilung von Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern noch zu gleichberechtigter Teilhabe am Arbeitsmarkt oder Entgeltgerechtigkeit geführt. Daher beschäftigt sich die AG Existenzsicherung der Landesarbeitsgemeinschaft Hessischer Frauenbüros mit der geschlechtergerechten Gestaltung des Arbeitsmarktes. Die Kolleginnen dieser Arbeitsgruppe arbeiten daran, Rahmenbedingen für eine faire Teilhabe am Arbeitsmarkt zu schaffen, die Erwerbschancen von Frauen zu verbessern und ihre Talente und damit auch ihr enormes wirtschaftliches Potenzial zu nutzen.
Netzwerk „Chancengleichheit Südhessen“
Das Ziel des Netzwerkes ist es, die Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen, Erziehende und Familien zu verbessern. Das Netzwerk "Chancengleichheit Südhessen" besteht aus den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) von Agentur für Arbeit Darmstadt (SGB III) und Jobcenter Darmstadt (SGB II) und den kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in:
- Landkreis Bergstraße
- Landkreis Darmstadt-Dieburg
- Landkreis Groß-Gerau
- Odenwaldkreis
- Wissenschaftsstadt Darmstadt
In diesem Netzwerk schätzen die Beteiligten die Entwicklungen der regionalen Arbeitsmarktstrukturen ein, identifizieren Risiken und Chancen für die lokale Beschäftigungspolitik und entwickeln gemeinsames strategisches Handeln.